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Ich kann mich nicht entscheiden!

Wie soll ich mich entscheiden?Entscheidungen zu teffen heißt, sich von zumindest einer Wahlmöglichkeit zu "scheiden": In dem Augenblick, wo man seine Wahl trifft, schließt man andere Möglichkeiten erst einmal aus. 

Im tagtäglichen Alltag wird uns das in aller Regel nicht weiter auffallen: Wir überlegen vor dem Salzregal zwar vielleicht kurz, ob der Mehrpreis für Himalayasalz gerechtfertigt ist oder ob es nicht auch die übliche Discountermarke tut. Allerdings werden wir nicht allzuviel Zeit mit solchen Entscheidungen treffen sondern das eine oder das andere in den Einkaufswagen packen und weiter unseres Weges ziehen (Wobei es auch hier spannenderweise Ausnahmen gibt: Ein psychologisches Phänomen kann dazu führen, dass manche Menschen noch nicht einmal solche einfachen Supermarkt-Entscheidungen treffen können und teilweise bis zu einer halben Stunde vor dem Cornflakes-Regal verbringen).

Aber: Immer dann, wenn es um mehr als um alltägliche Dinge geht, will man eine vernünftige, fundierte Entscheidung treffen. Häufig beginnt dann der fatale Kampf Kopf gegen Bauch, oder: Hirn gegen Herz. Man glaubt, man weiß was man will. Man schläft eine Nacht drüber. Dann kommt Zweifel auf. Dann ist man wieder nahe dran an einer Entscheidung. Nur, um dann urplötzlich noch mehr Unsicherheit zu spüren. Ein Teufelskreis, der einem sämtliche Entscheidungsfreude raubt!

Entscheidet man sich dann schlussendlich doch irgendwann, erlebt man nicht selten ein Phänomen, das die Amerikaner als Buyers Remorse titulieren - was so viel bedeutet wie die "Reue nach dem Kauf". Man hat, was man vermeintlich wollte - und ist sich immer noch unsicher, ob die andere Entscheidung nicht besser gewesen wäre. Zurück bleibt ein ungutes Gefühl, das hartnäckig in der Magengrube sitzt und einfach nicht verschwinden will.

Wie weiß ich, ob ich die richtige Entscheidung treffe?

Entscheidungen können wir auf der Basis von Fakten treffen, oder aus einem Bauchgefühl heraus. In der Realität haben wir es fast immer mit einer Mischform aus beiden zu tun, auch wenn die individuelle Gewichtung variiert. Wenn es um die Fakten geht, lohnt es sich, hier möglichst gut aufgestellt zu sein - das heißt, so viel über den Sachverhalt herauszufinden, wie nur irgendwie möglich. Wissen ist Macht - hier mehr denn je. 

Beim Gefühl hingegen ist es nicht ganz so einfach. Reine Wissensakquise wird hier wenig Nutzen bringen. Stattdessen sollte man sich darum kümmern, mögliche emotionale Blockaden - die sogenannten Selbstsaboteure - möglichst gut im Blick zu haben. Beispiel gefällig? Angenommen, Sie werden einem Menschen vorgestellt, den Sie interessant finden und den Sie gerne näher kennenlernen würden. Sie treffen sich ein paar Mal und haben insgesamt einen guten Gesamteindruck von der Person, allerdings mit leicht schalem Beigeschmack - den Sie auf Teufel komm raus nicht näher einordnen können. Nennen Sie es Intuition - irgendwas stimmt hier nicht! Aber: Können Sie sich auch voll und ganz auf Ihre Intuition, Ihr eigenes Bauchgefühl verlassen? Nun: Das lässt sich keinesfalls pauschal beantworten. Bei machen Menschen ein klares, lautstarkes Ja - bei anderen ein Vielleicht oder gar Nein. Die eigene Intuition kann nämlich durch traumatische Erfahrungen der Vergangenheit eingetrübt werden. Angenommen, Sie hatten in der Grundschule einen jähzornigen, ungerechten Lehrer, der Sie vor versammelter Klasse immer wieder gescholten und damit öffentlich gedemütigt hat. Und angeommen, die Gesichtszüge Ihrer neuen Bekanntschaft ähneln stark der des Lehrers - was Ihr Unterbewusstsein sehr wohl registriert, sich aber Ihren bewussten Gedankengängen entzieht. Sie können es sich schon denken ... schnell ist ein ungutes Gefühl da, das womöglich gar nicht weiter gerechtfertigt ist. 

Lösung? Den alten Müll aufräumen - und zwar gründlich. Hier kann zum Beispiel eine sorgfältige Hypnoanalyse großen Gewinn bringen und den Draht zur eigenen Intuition wieder reinigen und freilegen.

Angenommen, der Kopf ist wohl informiert und der Bauch frei von alten Blockaden - und Sie stehen vor einer Entscheidung und wissen immer noch nicht, wohin. Was tun? Eine einfache Übung kann schnell die dringend benötigte Klarheit bringen:

Übung: Die richtige Entscheidung treffen.

Angenommen, Sie wollen einen Kauf tätigen stehen vor der Wahl zwischen Produkt A und Produkt B, die von reinen Leistungsdaten her völlig identisch sind, allerdings hat A die Farbe weiß und B die Farbe schwarz. Sie sinnieren: Weiß wär schon schick, aber halt auch ein wenig versnobt. Zudem sind die restlichen Möbel im Wohnzimmer eigentlich alle dunkel. Und schwarz? Der Klassiker. Aber da sieht man auch jedes Staubkörnchen drauf ...

Machen Sie nun folgendes:

  1. Suchen Sie sich ein ruhiges Fleckchen, wo Sie für einige Minuten völlig ungestört sein können
  2. Machen Sie es sich bequem und schließen Sie die Augen
  3. Wenn Sie Selbsthypnose beherrschen - nutzen Sie diese für einige Minuten. Ansonsten atmen Sie ca. drei Minuten lang  sehr tief und gleichmäßig, während Sie sich möglichst nicht bewegen und ganz still halten. Es wird sich ein leicht entspannter Zustand einstellen, in dem der Zugang zum eigenen Unbewussten leichter fällt. 
  4. Während die Ellbogen aufgestützt bleiben, heben Sie die Unterarme und halten die Hände - wie offene Schalen - nach oben geöffnet. Heißt: Handrücken zeigt nach unten, die Finger nach oben zur Decke, die Hand ist leicht gekrümmt und geöffnet - geradezu so, als ob sie einen Tennisball darin halten wollten.
  5. Visualiseren Sie nun auf Ihrer linken Hand, und auf Ihrer rechten Hand. Stellen Sie sich vor, wie ein Abbild davon sich in Ihrer Hand befindet. Wechseln Sie den inneren Blick immer wieder zwischen der linken und der rechten Hand und stellen Sie sich beide möglichst lebendig vor. Wie sieht es aus, wie schwer wäre es wohl, wie klingt es? Schmücken Sie mit so vielen Details wie nur irgend möglich aus.
  6. Nun legen Sie die Entscheidung sprichwörtlich in die Hände Ihres Unbewussten. Geben Sie sich folgende Suggestion: "Die Alternative, die für mich besser ist ... Die Alternative, die mich glücklicher macht etc. ... diese Hand wird sich nun nach unten bewegen. Die Hand mit der für mich geeigneteren Wahlmöglichkeit wird sich nun nach unten bewegen und immer schwerer und schwerer werden ..."
  7. Konzentrieren Sie sich nur noch auf die Suggestion, dass die richtige Hand wie von selbst immer schwerer wird. Warten Sie ab. Wenn Sie das Gefühl haben, dass der Höhenabstand der Hände unterschiedlich ist, arretieren Sie Ihre Arme in genau der Position und öffnen Sie Ihre Augen.
  8. Welche Hand ist nun weiter unten? Voilà: Sie haben die richtige Entscheidungsalternative gefunden! Vertrauen Sie Ihrem Unbewussten und genießen Sie das Gefühl, nun nicht mehr hin und her grübeln zu müssen ...

Selbstverständlich gehen wir davon aus, Sie haben sich über die Entscheidung schon vorher einige Gedanken gemacht und das Für und Wider gründlich abgeklopft. Und: Manche Entscheidungen bedürfen vielleicht doch noch gründlicherer Abklärung - spätenstens dann, wenn es darum geht, ob, wann oder mit wem Sie vor den Altar schreiten wollen.

Für alle richtig wichtigen Entscheidungen können Sie sich überlegen, ob Sie nicht ein wenig Schützenhilfe von einem versierten Hypnotherapeuten oder Hypnocoach in Anspruch nehmen wollen. Vieles wird klarer, wenn sich eine innere Entspannung einstellt und die Alltagsgedanken erst mal außen vor sind. Für alle Entscheidungen, die jetzt nicht unbedingt überlebenswichtig oder weltbewegend sind, haben Sie mir der oben beschriebenen Übung jedoch eine hervorragende Möglichkeit an der Hand, rasch und unkompliziert raus aus der Grübelzwickmühle und hin zur Lösung zu kommen.