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"Du" oder "Sie"? Die richtige Ansprache bei der Hypnose.

Die alten Römer hatten es gut:  Latein kannte lediglich das persönliche "Du". Und in der englischen Sprache ist es immer noch so: Das "You" wird universell als pronominale Anrede genutzt, eine Differenzierung existiert nicht. Anders sieht es da im Deutschen aus: Wir kennen sowohl das vertrauliche "Du" und das eher distanzierte "Sie" und nutzen beide dem jeweiligen Kontext angepasst.

Im Alltag wissen wir zumeist, wann wir welchen Anrede nutzen. Wie aber sieht es nun in der Hypnose aus? 

Während der eigentlichen Trance ist es sehr empfehlenswert, die "Du"-Form zu nutzen. Einerseits lassen sich viele Suggestionen so wesentlich besser formulieren, andererseits sorgt diese Anredeform für Vertrauen sowie Verbindlichkeit. In Ausnahmefällen lässt sich zwar auch mit der "Sie"-Anrede arbeiten, dies ist jedoch in aller Regel nur die zweite Wahl.

Aber wann den Wechsel wagen vom "Du" zum "Sie"? Viele Hypnotiseure weisen vor der Induktion darauf hin, dass sie gleich zur persönlichen Ansprache überwechseln und erläutern die hierfür üblichen Gründe. Das funktioniert, ist aber nicht sonderlich elegant - da sich der plötzliche Überrgang der beiden Anredeformen doch in aller Regel holprig bemerkbar macht. Empfehlenswert ist deshalb ein kleiner Kunstgriff: Beginnen Sie die Induktion ganz gewöhnlich mit der "Sie"-Ansprache. Und wechseln Sie dann - mitten im Satz - zwischen den beiden Anredeformen. Das kann folgendermaßen klingen:

"Schließen Sie nun Ihre Augen. Ihre Augen sind nun geschlossen, so dass es dir spielend leicht fällt, dieses Gefühl der Entspannung wahrzunehmen ..."

Der Wechsel mitten im Satz sorgt für Konfusion, die ja wiederum trancefördernd wirkt. Somit kann man problemlos zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen!

Bei der Exduktion wechseln Sie dann einfach wieder zurück: " 2 .... du wirst wacher, fitter, frischer, Sie fühlen sich immer wohler".

Alles ganz einfach. Selbstverständlich bleibt es Ihnen überlassen, den Klienten auch außerhalb der Trance zu "dutzen". Das ist immer persönliche Einstellungssache und hängt natürlich auch vom Kontext ab. Wenn Sie als Business Coach Burn-Out Prävention in Firmen anbieten, mag das "Du" vielleicht ein wenig zu vertraut daherkommen. In anderen Situationen kann es ganz gut passen. 

Für alle Fälle, in denen Sie Ihre Klienten normalerweise per "Sie" ansprechen, aber in der Trance zu "Du" wechseln müssen, sind Sie nun perfekt gewappnet - und es entsteht keine Beklommenheit, wenn der Wechsel zur vertraulichen Ansprache zu direkt und dementsprechend offensiv daherkommt.