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30 Tage. 30 Videos. Tag 1: Morgen, ja morgen ...

hypnoseundmusik

Gute Musik berührt Seele und Herz gleichermaßen. Sie kann uns zum lachen genauso wie zum weinen bringen. Sie kann motivieren, beruhigen, erheitern, besänftigen, energetisieren oder ausgeglichen machen.

Vor allem aber kann sie uns zum Nachdenken anregen: Und zwar dann, wenn die enthaltene Botschaft einen besonderen Tiefgang enthält. 

In den kommenden 30 Tagen präsentieren wir Ihnen jeden Tag einen eigens von uns ausgewählten Song, der in irgend einer Art und Weise immer wieder mit dem Thema Menschsein zu tun hat.

Mit der Tragik des Lebens genauso wie mit der Hoffnung und Leichtigkeit des Seins. Insbesondere interessieren uns dabei natürlich genau die Lieder, die einen gewissen psychologischen Kontext mitbringen und uns zum Nachdenken einladen, uns dabei die Möglichkeit der Selbst- und Fremdreflexion bieten. Lieder eben, die für Coaches und Hypnotiseure genauso wie für die Menschen interessant sind, die sich selbst noch ein wenig besser entdecken wollen. Lassen Sie sich überraschen und genießen Sie einfach die paar Minuten Auszeit mit Hits genauso wie mit weniger bekannten Liedern von heute genauso wie von dazumal.

Den Auftakt macht heute Klaus Eberhartinger - kreativer Kopf und Sänger der bekannten österreichischen Band Erste Allgemeine Verunsicherung (E.A.V.)

Klassiker der Band sind immer wieder auf Faschingsumzügen und Parties zu hören - was sich jedoch erst bei genauerem Hinhören offenbart ist die Tatsache, dass die Band sehr viele gesellschafts- und sozialkritische Lieder verfasst und performt hat.

Ein relativ unbekanntes - gleichsam aber absolut großartiges - ist das 1988 auf dem Album "Geld oder Leben" erschienene Morgen. Darin berichtet der fiktive Protagonist vom Schicksal der guten Vorsätze - die genauso schnell über Bord gespült werden, wie sie gefasst wurden. Morgen ist ja schließlich auch noch ein Tag ... 

Und hier der Text:

"Ich wach' auf am Nachmittag, der Sodbrand ist enorm,

ja, gestern war ich wieder gut in Form.
Im Gaumen sitzt der Belzebub, das Aug' ist dunkelrot,
die Hypophyse spielt das Lied vom Tod.
Während ich mich übergeb', schwör' ich mir ferngesteuert,
sofern den Tag ich überleb', es wird nie mehr gefeiert.

Weil morgen, ja morgen, fang' i a neues Leben an,
und wenn net morgen, dann übermorgen, oder zumindest irgendwann
fang i wieder a neues Leben an.

Doch wie ich um die Eckn kumm, seh ich mein Stammlokal,
und wieder hab' ich keine and're Wahl.
Der Franz, der Joe, der Ferdinand, san a schon wieder do,
na was macht denn schon ein Achtel oder zwo?
Beim fünften Achtel quält mich no der Gewissensbiß,
doch was soll's, wenn dieser Tag sowieso verschissen is'?

Doch morgen, ja morgen, fang' i a neues Leben an
und wenn net morgen, dann übermorgen, oder zumindest irgendwann
fang i wieder a neues Leben an.

Es ist vier Uhr in der Früh, i ruf mein Schatzerl an,
und zärtlich lalle ich ins Telefon:
"Du Mausi, i bin hängenblieb'n, waast eh, in meim Lokal,
doch es war bestimmt das letzte Mal. I schwör's!
Die Hauptsach' ist, wir lieben uns. Du waaßt, wia i di mog",
d'rauf sagt zu mir mein Mausilein: "Hurch zua, wos i Dir sog:

Morgen, ja, morgen, fang' i a neues Leben an,
ganz sicher morgen, net übermorgen, oder vielleicht erst irgendwann
such i mir an, der net nur sauf'n kann."